- Werbung - da ich euch in diesem Beitrag Produkte empfehle oder verlinke

Montessori Geräuschdosen

Montessori Geräuschdosen zählen zu den Sinnesmaterialien, die von Maria Montessori entwickelt wurden. Sie bestehen im Original aus 12 hölzernen Zylindern, 6 mit blauem und 6 mit rotem Deckel. Die Zylinder sind paarweise mit unterschiedlichen Materialien gefüllt, weshalb sie verschieden klingen, wenn sie geschüttelt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten mit ihnen zu arbeiten. Im Spiel mit den Geräuschdosen wird der Gehörsinn des Kindes sensibilisiert, die Wahrnehmung und Zuordnung unterschiedlicher Geräusche und Klänge geübt.

Sie sind ein sehr schönes Material, besonders auch schon für kleinere Kinder. Und das Tolle ist, man kann sie auch ganz einfach für zu Hause selber machen!

Wie genau das geht, was ihr dafür benötigt und die verschiedenen Möglichkeiten mit ihnen zu spielen, habe ich für euch in diesem Beitrag einmal zusammengestellt.

 

Montessori Geräuschdosen ganz einfach selber machen!
1. Benötigte Materialien zusammenstellen

Diese Materialien braucht ihr für die selbstgemachten Geräuschdosen:

  • Buntstifte
  • Heißklebepistole
  • Washi Tape*
  • Klebepunkte*
  • geeignete Dosen* (ich habe diese kostengünstigen kleinen Zylinder entdeckt, die eigentlich zur Aufbewahrung von Fläschchen mit ätherischen Ölen sind, sich aber auch perfekt für die Geräuschdosen eignen. Sie sind, wie die Original Montessori Geräuschdosen*, aus Holz und haben genau die richtige Größe für kleine Kinderhände)
2. Füllmaterialien aussuchen

Im zweiten Schritt sucht ihr euch die Füllungen für eure Geräuschdosen aus. Da ich für uns zu Hause nicht 6 Paar, also 12 Geräuschdosen, sondern 4 Paar angefertigt habe, habe ich mir 4 verschiedene Materialien zum Befüllen ausgesucht. Wichtig ist, dass es trockene Materialien sind, die möglichst verschieden klingen.

Als Füllung eignen sich zum Beispiel: Mais, Linsen, Reis, Quinoa, Nudeln, Sand, Steinchen.

3. Geräuschdosen befüllen

Wenn ihr euch die Materialien für eure Geräuschdosen ausgesucht habt, müsst ihr diese nur noch befüllen. Dafür werden immer 2 Dosen mit dem gleichen Material befüllt. Die Menge entscheidet über den Klang. Hier könnt ihr einfach ausprobieren, was für euch gut klingt. Wichtig ist, dass immer 2 Dosen mit dem gleichen Material und dann auch mit der gleichen Menge befüllt werden, damit sie beim Schütteln gleich klingen. Unsere 8 Dosen sind gefüllt mit Mais, Linsen, Milchreis und Quinoa.

4. Geräuschdosen verschließen

Nach dem Befüllen müssen die Dosen verschlossen werden.

Hinweis: Die Dosen enthalten verschluckbare Kleinteile und sollten daher am besten mit einem Heißkleber fest zugeklebt werden, damit kleine Kinder sie nicht öffnen und die Füllung in den Mund nehmen können!
Wenn ihr die Dosen zugeklebt habt, werden sie als nächstes von außen markiert. Ich habe dafür einfach Washi Tape genutzt und 4 Dosen mit dem einen und 4 Dosen mit einem anderen Tape beklebt.

5. Farbpunkte am Boden der Dosen anbringen

Montessori-Materialien bieten dem Kind immer auch die Möglichkeit zur Selbstkontrolle, genauso verhält es sich mit den Geräuschdosen. Die Originaldosen sind dafür am Boden mit Zahlen markiert. Ich habe bunte Klebepunkte verwendet und diese auf den Boden der Dosen geklebt. Dabei erhalten die Geräuschpaare die gleiche Farbe. Hat das Kind Geräuschpaare gebildet, kann es am Ende ganz einfach selbst überprüfen, ob diese richtig sind, indem es an der Unterseite der Dosen nachschaut, ob das Paar die gleiche Farbmarkierung hat.

6. Behälter für die Geräuschdosen aussuchen

Nach Montessori werden die Geräuschdosen in 2 Kästen aufbewahrt, einem mit einem roten und einem mit einem blauen Deckel. Für uns zu Hause habe ich einfach zwei Holzkisten, die wir noch hatten, zweckentfremdet. Diese kennzeichnete ich farblich, indem ich sie mit dem gleichen Washi Tape beklebt habe, das ich auch für die Geräuschdosen genutzt hatte. Ihr könnt aber auch einfach kleine Pappkisten oder andere Kästen nehmen.

fertig sind eure selbtgemachten Montessori-Geräuschdosen!

So einfach ist es, sich Geräuschdosen nach Montessori selber zu machen! Die Anfertigung hat bei mir 15 Minuten gedauert und ca.13,50 Euro für die leeren Holzdosen gekostet, alles andere hatten wir bereits zu Hause.

Nun kann das Spielen beginnen! Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten mit ihnen zu arbeiten.

1. Am lautesten und am leisesten

Bei dieser Spielvariante wird zunächst nur ein Kistensatz Geräuschdosen genommen. Durch Schütteln und hören ermittelt das Kind dann die Dose, die das leiseste und die Dose, die das lauteste Geräusch macht.

2. Von laut nach leise

Bei dieser Spielvariante wird ein Kistensatz Geräuschdosen verwendet. Durch Schütteln und hören ermittelt das Kind die Dosen in der Reihenfolge von der lautesten zur leisesten Dose oder umgekehrt.

3. Geräuschpaare finden

Bei dieser Spielvariante werden beide Kistensätze verwendet. Durch Schütteln und hören ermittelt das Kind dann die jeweiligen Geräuschpaare. Dabei sucht es sich zunächst eine Dose einer Farbe aus, schüttelt diese, um ihren Klang zu hören und versucht dann durch Schütteln der anderen Dosen, aus dem Kistensatz der andersfarbigen Dosen, die passende Paar-Dose herauszufinden.

Das Schöne an den Geräuschdosen ist, dass man auch mit kleineren Kindern schon gut damit spielen kann. Madita und Michel spielten beide gerne ab etwa einem Jahr damit. In dem Alter hatte ich nur 3 der Dosen aufgestellt. Es machte ihnen großen Spaß die Dosen zu schütteln und die unterschiedlichen Klänge zu hören. Mit zunehmenden Alter kann man die Art der Arbeit mit den Dosen dann erweitern und noch weitere Möglichkeiten damit zu spielen ausprobieren, z.B. mit verbundenen Augen. Das Vergleichen und Besprechen der Klänge und Laute ist übrigens auch eine sehr schöne Sprachübung für Kinder, die spielerisch ihren Wortschatz erweitert.

Alles Liebe,

eure Lena

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